Sich körperlich betätigen im Sinne von Fahrradfahren ist gut.
Ergonomisch und Gelenkschonend Fahrradfahren ist sehr gut. Ergonomisch gerechte Produkte sorgen für eine bessere und konstante Leistung. Außerdem sorgen sie für eine erhöhte Sicherheit und für weniger Schmerz. Heutzutage kann ein Fahrrad -mechaniker / -fachverkäufer Ihr Fahrrad perfekt auf Ihren Körperbau abstimmen. Sei es mit einer Anpassung der Sitzposition oder das Abstimmen der einzelnen Winkel zueinander.

In den folgenden Seiten stellen wir Ihnen einige Schwachstellen des Körpers vor und dazu auch immer einen Ergonomischen Lösungsweg.

  1. Die Wirbelsäule
    Die schlechteste Position auf einem Fahrrad, ist die Sitzposition mit einem „runden“ Rücken. In dieser Position dienen die Bandscheiben und Knochen der Wirbelsäule als Stoßdämpfer, außerdem ist die Atmung eingeschränkt und der Nackenbereich verkrampft sich.
    Die richtige Sitzposition beträgt ca. 60-45°. Der Schulter-Nackenbereich ist entspannt und das Körpergewicht verteilt sich auf.
    - Sattel
    - Pedale
    - Lenker
    Durch eine gefederte Sattelstütze, werden die Stöße und Vibrationen nicht durch die Bandscheibe abgefangen sondern zum größten Teil durch die Federung der Sattelstütze.
    Vorraussetzung einer optimalen Sitzposition ist die richtige Abstimmung der Rahmenhöhe auf die Körpergröße.
     
  2. Der Schulter-Nacken-Bereich
    Eine Verkrampfung des Schulter-Nacken-Bereichs kommt durch eine schlechte Sitzposition zustande. Um den Straßenverkehr aufmerksam verfolgen zu können, wird der Kopf immer in eine unphysiologische Position gebracht. Daraus entstehen Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich. All dies sind Folgen einer falschen Sitzposition meist ist der Lenker falsch eingestellt.

    Eine Lösung könnte ein verstellbarer Vorbau bringen. Somit wird die Position mehr in die Senkrechte verlagert.
     
  3. Die Hände (Handgelenke)
    Sollten Sie während des Fahrradfahrens ein Kribbeln in den Fingern spüren oder Ihre ganze Hand schläft ein, dann liegt dies meist an einer Einklemmung der Nerven die das Handgelenk versorgen.
    Zu dieser Einklemmung kommt es durch eine falsche Sitzposition und durch eine falsche Griffhaltung. Das Handgelenk wird unphysiologisch gehalten und belastet.
    Um das Problem zu lösen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    - Montage eines neuen Multipositionslenkers. Dieser Lenker lässt die meist möglichen Griffpositionen zu, somit kann man öfters seine Handposition verändern. (Dies fördert die Durchblutung der Hand)
    - Ergonomisch geformte Griffe  „Ergomo Griffe“
    - Montage einer gefederten Vordergabel. Diese absorbiert Stöße, die sonst Hände und Schultern hätten aufnehmen müssen.
     
  4. Das Gesäß
    Beim Fahrradfahren darf das Gesäß nicht schmerzen.
    Fühlen Sie sich in Ihrer Sitzposition unwohl oder schmerzt das Gesäß, dann sollten sie einen neuen Fahrradsattel ausprobieren.
    Bei Fahrradsätteln gibt es Geschlechtliche unterschiede.
    Der Sattel für die Frau ist etwas breiter am ende, dafür weniger lang. Dies liegt daran dass die Frau ein Breites Becken hat.
    Der Sattle für den Mann ist etwas länger vorne, dafür weniger breit hinten.
    Es gibt auch Sättel mit Gel-Füllung um die Druckbelastung besser zu verteilen.
     
  5. Die Hüfte
    Zur Regeneration des Hüftgelenks ist Fahrradfahren gut geeignet. Jedoch sollte man dann darauf achten, dass das Fahrrad einen tiefen Einstieg hat.
     
  6. Das Knie
    Schmerzen in den Kniegelenken entstehen meist durch eine falsche Sattelhöhe oder durch eine zu hohe Schaltübersetztung.
    Faustregel, für die Sattelhöhe ist: Im Sitz auf dem Fahrrad, die Ferse auf das Pedal stellen und nun müsste das Knie noch eine leichte Beugung aufweisen.
    Ist dem nicht so, so ist Ihr Sattel zu hoch eingestellt und es kommt zu einer Überdehnung des Kniegelenks.
     
  7. Der Fuß
    Sollte Ihr Fuß einschlafen oder Kribbeln so liegt dies, in den meisten Fällen, an einer falschen Fußstellung auf dem Pedal. Erstmal sollte man die Sattelhöhe einstellen. Danach sollte man darauf achten, das sie möglichst nur mit dem Vorfuß fahren.